Dezentrales Social Media mit IOTA: my2c.eu gegen Bots & Desinformation
Social Media ist in aller Munde. Einige Länder haben bereits wirksame Verbote für Kinder und Jugendliche erlassen, mehrere europäische Staaten planen Ähnliches – und Deutschland diskutiert fleißig.
Währenddessen stürzen Kryptowährungen ab, und auch der „Heiland Trump“, der nach seinem Amtsantritt erst einmal hohe Kurse beschert hat (man erinnere sich nur an die 120.000 $ pro Bitcoin), ist inzwischen wieder aus dem Fokus verschwunden. Der Bitcoin notiert zum Zeitpunkt, in dem ich das hier schreibe, bei 68.125 $.
Was haben beide Themen zusammen?
Genau: my2c.eu.
Doch der Reihe nach.
Von Krypto-Portfolio zur Idee
Kryptowährungen gehören seit vielen Jahren zu meinem Portfolio. Wer die lange und beschwerliche Reise mitlesen will (vor allem, wenn man – so wie ich – in IOTA investiert ist), der findet dazu hier im Blog genug Stoff. Was haben wir nicht schon für Höhen und Tiefen erlebt …
Letztes Jahr kam dann das IOTA-Update, das etliche Neuerungen ins Ökosystem gebracht hat. Das war spannend – so spannend, dass ich mich irgendwie viel zu sehr reingefuchst habe. Und wer kennt das nicht: Zack, bist du drin in der Materie und willst plötzlich selbst auch „was Lustiges“ bauen.
Warum ausgerechnet Social Media?
So entstand die Idee einer dezentralen Social-Media-Plattform.
In Zeiten von Manipulation, KI, Bots und Agents kann man kaum noch seinen Augen trauen. Die Wichtigkeit und Authentizität einer Information ist wichtiger denn je geworden. Und was ist beständiger als Web2? Genau: Web3 – und eine Blockchain, die als „Zeitstempel der Wahrheit“ dienen kann.
Deshalb werden Nachrichten bei my2c in die Blockchain von IOTA (Move) geschrieben. Damit ist der Inhalt öffentlich, nachvollziehbar und nachträglich nicht mehr manipulierbar. Selbst wenn die Server von my2c irgendwann ausgehen: Die Blockchain vergisst nicht.
Aber ich will gar nicht zu technisch werden – schließlich geht es auf shortaktien.de am Ende um Geld.
Das Prinzip von my2c: Gebühren statt Bot-Flut
my2c hat eine finanzielle Prämisse – für jedermann.
Immer wenn jemand eine Nachricht schreibt, wird eine Gebühr fällig. Diese Gebühren landen komplett bei mir, um die Kosten zu decken. Das sind 0,01 IOTA – also 0,000696 USD.
Und jetzt wird’s spannend: Gefällt jemandem deine Nachricht, gibt es eine Antwort oder wirst du sogar abonniert, wird ebenfalls wieder eine Gebühr fällig – aber diesmal wird sie geteilt:
- Eine Hälfte geht an den Betreiber (für Betrieb/Weiterentwicklung).
- Die andere Hälfte geht an den Verfasser der Nachricht.
Damit können User auf my2c tatsächlich Geld verdienen – und zwar nicht über „Likes“, die nichts kosten und inflationär werden, sondern über eine kleine, reale Hürde.
„Braucht man das wirklich?“ – Ja, aus einem Grund
Ihr könnt euch jetzt streiten, ob man noch eine Social-Media-Plattform braucht oder ob Gebühren „cool“ sind. Aber dann regt euch bitte auch nicht über Bots auf – oder über Kinder, die irgendeinen Mist posten und es millionenfach in die Welt schieben.
Durch die Blockchain müssen Gebühren entrichtet werden. Sie sind so klein, dass es niemandem weh tut – aber groß genug, dass man sich zwei Mal überlegt, ob man wirklich den nächsten Schwachsinn postet. Und wer einen Bot startet, um eine Kampagne mit 1.000.000 Nachrichten und Desinformation zu fahren, der merkt plötzlich: Das kostet eben echtes Geld. Und Kinder brauchen ersteinmal ein verifizierten Zugang zu einer Kryptobörse und eine Wallet und Geld.
Gab’s das nicht schon mal? (Steemit)
Solche Versuche gab es schon früher – siehe Steemit. Darüber habe ich auch geschrieben, und ich fand die Idee damals richtig gut. Leider war das System dahinter am Ende nicht so geil, wie es sich anfangs angefühlt hat.
my2c soll genau diese Lehren ernst nehmen – und das Thema „Kosten der Aufmerksamkeit“ sauberer lösen.
So startest du: Wallet, IOTA, fertig
Alles, was man braucht, ist eine IOTA Wallet – bzw. die Nightly Wallet, wenn man mobil unterwegs sein will – und ein paar IOTA. Es ist keine Registrierung nötig. Du kannst sofort loslegen.
Ich werde die Plattform weiter entwickeln, verbessern und nach vorne pushen. Denn was wir brauchen, ist eine europäische Lösung – am besten sogar aus Deutschland: ohne Bots, ohne schädliche Algorithmen, ohne „Engagement um jeden Preis“.
Und am Ende können nur wir das Social-Media-Problem verändern – indem wir unser Verhalten verändern.
Was passiert mit den Einnahmen?
Die Einnahmen aus my2c werden selbstverständlich später hier – in den kommenden (hoffentlich) monatlichen Dividendenkalendern – angezeigt.
FAQ
Was ist my2c.eu? ⌄
my2c.eu ist eine Social-Media-Plattform, bei der Inhalte über IOTA (Move) auf eine Blockchain geschrieben werden. Dadurch sind Nachrichten öffentlich nachvollziehbar und nachträglich nicht einfach „weg-editierbar“.
Warum kostet jede Nachricht 0,01 IOTA? ⌄
Weil „kostenlos posten“ das Einfallstor für Bots, Spam und Massenmanipulation ist. 0,01 IOTA ist klein genug, um niemandem weh zu tun – aber groß genug, um Bot-Farmen und Millionen-Posts teuer zu machen.
Kann man auf my2c wirklich Geld verdienen? ⌄
Ja, weil Interaktionen (z. B. Antworten/Abos) ebenfalls eine Gebühr auslösen, die geteilt wird: ein Teil für den Betrieb, ein Teil für den Autor. Das ist kein „Like-Gewitter“, sondern ein Modell mit echten Mikro-Anreizen.
Brauche ich einen Account oder eine Registrierung? ⌄
Für wen ist my2c interessant? ⌄
Für Leute, die Social Media ohne Bot-Overkill wollen, für Creator, die lieber kleine echte Signale statt Fake-Engagement möchten, und für alle, die eine europäische Alternative ohne toxische Algorithmus-Anreize spannend finden.
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Link kopiertAlexander X. K.
Alexander war zunächst in einer Steuerkanzlei tätig – dort konnte er seine Affinität zu Zahlen, Geld und dem Aktienmarkt vertiefen. Heute arbeitet er als Anwendungsentwickler in Dresden und folgt damit seiner größten Leidenschaft: der Programmierung. Seit 2014 ist er aktiv an der Börse und hat über die Jahre umfassende Erfahrung mit Aktien und Investments gesammelt.






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