SpaceX-Aktie kaufen oder nicht? Meine Erfahrung
Kurzantwort
SpaceX-Aktie kaufen oder nicht? Ich habe über einen IPO Zugang erhalten, nur rund ein Drittel meiner gewünschten Aktien bekommen und später nachgekauft. Meine Position ist spekulativ und langfristig gedacht – keine Kaufempfehlung.
- Thema
- SpaceX-Aktie kaufen oder nicht
- Stand
- 5. August 2026
Dieser Beitrag beschreibt meine persönliche Erfahrung und ist keine Anlageberatung. Ich erkläre, warum ich investiert bin, welche Risiken ich sehe und was meine Meinung ändern würde.
Ich habe beim SpaceX-IPO mitgemacht
Als SpaceX an die Börse ging, habe ich beim IPO mitgemacht. Ich wollte 500 Euro investieren, bekam aber nur ungefähr ein Drittel der angefragten Aktien zugeteilt. Das gehört bei stark nachgefragten Börsengängen dazu, ist als Privatanleger aber trotzdem ernüchternd: Man möchte bewusst eine kleine Position aufbauen und erhält am Ende deutlich weniger als geplant.
Als die Aktie anschließend stark stieg, habe ich verkauft. Mein Gewinn lag bei 159,65 Euro. Das war keine langfristige Abkehr von SpaceX, sondern schlicht Gewinnmitnahme nach einem sehr schnellen Anstieg.
Danach bin ich wieder eingestiegen: erst versehentlich mit 0,55 Aktien zu 152,12 Euro, später gezielt mit sechs Aktien zu 172,53 Euro. Heute beobachte ich den Kurs um 99 Euro sehr genau. Ich möchte nicht in ein fallendes Messer greifen. Bei etwa 90 Euro würde ich die Lage erneut bewerten.
Meine SpaceX-These: nicht nur Raketen
Viele sehen bei SpaceX zuerst Raketen. Das gehört natürlich dazu und ist auch ein Teil der Faszination. Für meine Investmentthese ist aber der Kommunikationsbereich mindestens genauso spannend.
Starlink zeigt, dass Internet über Satelliten nicht bloß eine Zukunftsvision ist. Das Thema könnte für Regionen ohne gute Festnetz- oder Mobilfunkversorgung relevant werden. Auch mögliche weitere Mobilfunkanwendungen beobachte ich aufmerksam. Solche Gerüchte behandle ich aber nicht als fest eingeplante Renditequelle.
Dazu kommt KI. Ich nutze Grok selbst. Gerade die Audio-KI hat mich im Alltag mehr überzeugt, als ich erwartet hätte. Das ist keine Fundamentalanalyse und kein Beweis für eine Bewertung. Es ist aber ein persönlicher Grund, warum ich das KI-Thema bei SpaceX nicht einfach abtue.
Warum ich nicht zum Musk-Fanboy werden muss
Elon Musk polarisiert massiv. Man kann ihn gut finden oder nicht. Für eine Investmententscheidung sollte das allein aber nicht ausschlaggebend sein.
Mich stört, wenn eine Aktie entweder reflexartig gefeiert oder reflexartig abgelehnt wird. Ich versuche deshalb, Produkt, Marktchance, Risiken und Bewertung getrennt von meiner persönlichen Meinung über Musk zu betrachten. Positiv finde ich die Kombination aus Raumfahrt, Satelliteninternet und KI. Negativ sehe ich die hohe Erwartungshaltung, die Abhängigkeit von einer dominanten Person und die enorme öffentliche Polarisierung.
Gerüchte über eine mögliche Verbindung von Tesla und SpaceX sind für mich kein Kaufgrund. Solange es keine verbindliche Transaktion gibt, bleibt das ein Szenario und keine Grundlage meiner Investmentthese.
Warum ich aktuell nicht blind nachkaufe
Ein Kursrückgang allein macht eine Aktie nicht günstig. Gerade nach einem spektakulären Börsengang kann der Markt lange brauchen, um eine realistische Bewertung zu finden.
Deshalb kaufe ich nicht einfach nach, nur weil SpaceX deutlich unter früheren Kursen notiert. Bei etwa 90 Euro möchte ich neu prüfen:
Hat sich meine langfristige These verändert?
Gibt es operative Probleme bei Starlink, KI oder dem Raumfahrtgeschäft?
Ist der Kursrückgang allgemeine Marktstimmung oder ein fundamentales Warnsignal?
Bleibt die Position passend zu meinem Depot?
SpaceX liegt bei mir derzeit auf Platz fünf im Depot. Das ist bewusst eine relevante, aber keine alles entscheidende Position.
Was meine These zerstören würde
Ich halte SpaceX langfristig, ähnlich wie Tesla. Ob das richtig war, sehen wir vermutlich erst in zehn Jahren.
Verkaufen würde ich nicht wegen eines einzelnen roten Börsentags. Meine These würde aber ernsthaft beschädigt, wenn mehrere Dinge zusammenkommen: wiederholte schwere Fehlstarts, eine deutlich schlechtere Entwicklung von Grok, fehlende Nachfrage nach Starlink oder strukturelle Probleme im Kerngeschäft.
Dazu kommen Risiken, die kein Unternehmen allein kontrollieren kann: Kriege, geopolitische Spannungen, schwächere Wirtschaft und ein insgesamt nervöser Aktienmarkt. Gerade bei einer hoch bewerteten Wachstumsaktie können solche Faktoren den Kurs lange belasten.
Mein Fazit: investiert, aber nicht euphorisch
Ich habe SpaceX gekauft, weil ich die Mischung aus Satellitenkommunikation, KI und Raumfahrt langfristig spannend finde. Nicht, weil ich glaube, dass jeder Rücksetzer sofort eine Kaufchance ist.
Der IPO hat mir gezeigt, wie schnell Hype und Realität auseinanderlaufen können: geringe Zuteilung, schneller Gewinn, erneuter Einstieg und jetzt ein deutlich niedrigerer Kurs. Genau deshalb bleibt SpaceX für mich eine langfristige Wette mit klaren Risiken – keine Aktie, die ich kritiklos verteidige.
Hinweis: Alle genannten Kaufkurse und Einschätzungen sind persönliche Beobachtungen zum Datenstand dieses Beitrags. Sie sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
FAQ
Ist dieser Beitrag eine Kaufempfehlung für die SpaceX-Aktie? ⌄
Nein. Der Beitrag beschreibt meine persönlichen Käufe, meine Gründe und meine Risiken. Er ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, SpaceX-Aktien zu kaufen oder zu verkaufen.
Warum habe ich nach dem IPO erneut SpaceX-Aktien gekauft? ⌄
Mich interessiert vor allem die Kombination aus Satelliteninternet, möglicher Mobilfunkanbindung, KI und Raumfahrt. Nach meiner Gewinnmitnahme blieb diese langfristige These bestehen, obwohl ich die Bewertung und die Risiken weiterhin kritisch sehe.
Wann würde ich SpaceX-Aktien nachkaufen oder verkaufen? ⌄
Bei einem Kurs um 90 Euro würde ich die These erneut prüfen, statt automatisch nachzukaufen. Verkaufen würde ich bei einer klaren Verschlechterung der Grundlagen, etwa bei wiederholten schweren Fehlstarts, deutlich schwächerem Grok oder ausbleibender Nachfrage nach Starlink.
SpaceX-Aktien kaufen: Wie ist das überhaupt möglich? ⌄
SpaceX ist nicht regulär an der Börse gelistet. Ein Kauf ist deshalb meist nur über einen IPO, eine private Platzierung oder ein spezialisiertes Angebot möglich. Verfügbarkeit, Preis und Zuteilung hängen vom jeweiligen Zugang ab.
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Link kopiertAlexander X. K. verbindet auf shortaktien.de private Investment-Erfahrungen seit 2014 mit Steuerkanzlei-Hintergrund und Softwareentwicklung. Die Beiträge sind persönliche Einordnungen zu Aktien, Dividenden, Finanzalltag, Immobilien, Krypto/IOTA und eigenen Apps – keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Aktuelle Konditionen, Kurse und rechtliche Hinweise sollten vor Entscheidungen immer mit Primärquellen geprüft werden.
Kommentare
Daniel schrieb am: 02.08.2026 10:10
Die Investmentthese ist nachvollziehbarer als ein reiner Musk-Kult: Starlink, Raumfahrt und KI bilden mehrere Anknüpfungspunkte. Positiv ist auch, dass Grok zwar als persönlicher Eindruck genannt wird, daraus aber ausdrücklich kein Bewertungsbeweis gemacht wird.
Miriam schrieb am: 02.08.2026 10:10
Die geringe IPO-Zuteilung, der Verkauf nach dem Anstieg und der spätere Wiedereinstieg zeigen, wie schnell aus einer langfristigen Idee taktische Entscheidungen werden. Dass der Gewinn von 159,65 Euro nicht nachträglich als Beweis für die Strategie verkauft wird, wirkt nüchtern.
Paul schrieb am: 02.08.2026 10:10
Der geplante Prüfpunkt bei etwa 90 Euro ist sinnvoll, solange er nicht zu einer Scheingenauigkeit wird. Entscheidend bleiben operative Entwicklung, Bewertung und Depotanteil; ein niedrigerer Kurs allein liefert eben noch keine Sicherheitsmarge.
Jana schrieb am: 02.08.2026 10:10
Mir bleibt die These trotz der genannten Chancen stark von Zukunftsfeldern abhängig. Bei Starlink, KI und Raumfahrt können sich die Erwartungen erst noch bestätigen müssen, während der Artikel selbst vor einer hohen Bewertung und einem möglichen fallenden Messer warnt.
Leonie schrieb am: 02.08.2026 10:10
Die Risiken sind für eine relevante Depotposition erheblich: eine dominante Person, öffentliche Polarisierung, mögliche schwere Fehlstarts, unsichere Starlink-Nachfrage und geopolitische Belastungen. Platz fünf im Depot begrenzt zwar das Klumpenrisiko, macht die Wette aber nicht automatisch vernünftig bewertet.